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Elektroinstallation einer Doppelgarage als Hobbyraum |

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Nachbetrachtungen
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1.
Fachdidaktisch bzw. lernfeldorientiert
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Die hier vorgestellte und
durch zwei Gruppenergebnisse dargestellte Lernsituation war ein
Versuch, an
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| einem im
Vergleich zum Werkstattprojekt ( siehe Button |
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) vom Umfang her viel kleineren
überschau- |
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bareren "Projekt" oder "Auftragstyp" die
Rahmenlehrplanvorgaben zum Lernfeld 2 zu erfüllen.
Es war aber trotz dieser inhaltlichen Reduktion erstaunlich, wie schwer
sich die einzelnen Gruppen doch da- mit taten, erstens Gruppenarbeit zu
realisieren, zweitens unbekannte Softwareprogramme (hier Caddy ++)
selbstlernend zu erarbeiten und anzuwenden und drittens terminfixiert ein
Gesamtkonzept des elektrofachli- chen und Kostenrechnungsauftrags zu
erstellen bzw. als ganzheitliche Gruppenarbeit darzustellen und ver-
schriftlicht abzugeben.
Dieses methodische Anforderungsprofil an die gerade ein dreiviertel Jahr
in der Berufsausbildung stehenden Auszubildenden ist zumindest zu diesem
Zeitpunkt einfach (noch) zu anspruchsvoll.
Hinzu kommt aus rein fachlicher Sicht die Überfrachtung des Lernfeldes 2
mit elektrotechnischen Inhalten,
die, wenn sie durch eine Lernsituation
umgesetzt bzw. vermittelt werden sollen, zwangsläufig eine gewisse umfängliche Größe impliziert, die - zumindest zu diesem
Ausbildungszeitpunkt - die Schüler förmlich erdrückt. Wenn man
hinzukommend den zeitlichen Rahmen der Lehrplanvorgabe einbezieht, kann
auch der Elektro-
Fachkollege diese vorgesehenen Lerninhalte nur schnellschrittig erklärend
vermitteln und darstellen. Die Ver- lockung, zum alten Frontalunterricht
zurückzukehren, ist bei einer solchen Zeitenge einfach groß.
Jedenfalls bleibt bei dem selbstinitiierten Lernen Einiges an Inhalten auf
der Strecke ... Es wird einfach vor- ausgesetzt, dass die Schüler -
intrinsisch motiviert - zeitlich Einiges wettmachen können, weil sie ja
zu Hause bereit sind, Vieles eigenständig zu erarbeiten. Und dem ist nur
vereinzelt so ...
So haben wir Fachkollegen inmitten der Durchführung der Lernsituation
festgelegt, die gesamte Garagentor- steuerung einschließlich der
Absicherung in der Unterverteilung herauszunehmen, um den zeitlichen
Rahmen
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noch einhalten zu können. |
(Ursprünglicher Gesamtentwurf siehe |
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Als Wirtschafts- und Betriebslehre-Lehrer musste ich in meinem
Fachunterricht punktuell immer wieder mal elektrotechnische
Fachinhalte aufgreifen und erklären, was wiederum zu Lasten des Zeitrahmens bei
der Kostenrechnungserstellung in meinem Fachunterricht ging. Aber
welche Lerngruppe kommt schon in den Genuss eines (eingearbeiteten)
Wirtschaftslehre-Lehrers, der dazu noch die elektrotechnische Fakultas hat..
Was meine neugeordneten Industriemechaniker-Klassen betrifft, in denen ich
das Fach Betriebs- und Wirt- schaftsprozesse unterrichte (Warum heißt
hier das Fach bei gleichen Lehrplanvorgaben eigentlich anders ?)
und ich desgleichen die Kostenrechnung lernsituationsbezogen umsetzen
müsste, kann ich nur meine Defi- zite offenbarend äußern und dies
lediglich versuchen, weil mir der metall- bzw. maschinenfachliche Hinter-
grund einfach fehlt ...
Aus rein fachdidaktischer Sicht stellt sich für mich ohnehin die Frage,
ob das Wirtschaftslehre-Fach nur noch "Zuliefererfach" des
jeweiligen Schwerpunktfaches sein oder eigenständiges Fach bleiben soll,
insbesonde- re, wenn man den gültigen Lehrplan und dessen
Inhaltsanforderungen und das Wollen der Bildungsverwaltung in den Blick
nimmt:
Es gibt hier nämlich Entwicklungstendenzen, wie ich sie mit dem früher
eigenständigen Fach "fachbezogene Mathematik" (Fachrechnen) erleben musste
(ähnlich auch mit Physik und Chemie). Dieses Fach - nun im Schwerpunkt
integriert - verliert seine eigenständigen Strukturen, die als solche auch
vermittelt werden müss- ten, aber durch die Stofffülle bzw.
Überfrachtung des
Schwerpunktfaches nur noch (stark) reduziert, also bruchstückhaft, oder gar nicht vermittelt
werden bzw. nur soweit, dass die Schüler den Schwerpunktfachinhalt
verstehen (müssten).
Ich darf hier mal den nachdenkenswerten Impuls in den Raum stellen und
fragen, warum die Schüler immer weniger Experimente aus der Physik, der
Chemie oder der Werkstofftechnik erleben, ich betone, deren Inhalte
in Form von (selbst durchgeführten) Experimenten erfahren und
erschließen. Die fehlende Zeit wäre ein Argument...
Ein prägnantes Beispiel für defizitäre Strukturvermittlung von Inhalten
wegen der Zeitproblematik war bei der hier vorgestellten Lernsituation die
Darstellung des Installations- und Stromlaufplanes mit dem grafischen
Zeichenprogramm Caddy++. Was ich da bei dem Blick in die Entwürfe von
Schülern zu sehen bekam, sprach Bände für unstrukturiertes Einarbeiten
in das Programm. Die verschiedenen Stromkreise fand ich durchein-
andergewirbelt mit textlichen Beschriftungen in verschiedensten
Folienebenen wieder. Es fehlt einfach die Zeit für solides übendes
(strukturiertes) Einarbeiten ...
Was die Strukturen des Faches Wirtschafts- und Betriebslehre bzw. Wirtschafts- und
Geschäftsprozesse be- trifft, wird der gesamte Bereich der
Volkswirtschaftslehre (einschließlich der Globalisierung und des Europa-
Themas), weil in konkrete Lernsituationen nur punktuell und schwer
integrierbar, eher auf der Strecke bleiben.
Ich frage mich, wenn in NRW dieses Fach kein eigenständiges
Zeugnisnotenfach mehr bleibt und lediglich in die Schwerpunktfachnote
Eingang finden soll - so die Erlasslage (1)
-, wer unterrichtet dann die anderen nicht in Lernsituationen
integrierbaren Lehrplaninhalte, wenn in der Konsequenz - wie beim
Fachrechnen - das Fach kein Stundentafelfach mehr ist ?
Aber das macht ja nichts, denn, im Berufskolleg sind volkswirtschaftliche
Lehrinhalte lehrplanmäßig (2)
zwar vorgeschrieben, in der Facharbeiterprüfung sind sie ja ohnehin kein
Thema. Im PAL-Prüfungsband (3)
wird klar dargelegt, dass aus der Volkswirtschaftslehre in der
WiSo-Teilprüfung keine Facharbeiterprüfungsinhalte
stammen.
Und wenn die Ergebnisse stimmen wird sich kein Auszubildender (und
Ausbildungsbetrieb) beschweren,
wenn der Lehrplan nicht umgesetzt wird ...
Allenfalls beschweren sich dann die Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände
über die defizitären Wirtschafts- kenntnisse der Arbeitnehmer bzw.
Bürger und das Nichterfüllen des Bildungsauftrags durch die Schulen ...
Weiterhin wäre kritisch
anzumerken, dass derzeit das Lernfeldkonzept, was seine kausale Fortführung im
tertiären Bildungsbereich betrifft, nach der Sekundarstufe II vielfach
noch in eine Sackgasse mündet.
Allenfalls die Studierenden der Fachschulen (Bereich E der APO-BK) erleben
die Fortführung dieses didaktischen Konzeptes in ihrem Bildungsgang.
Dagegen werden die Industrie- und Handwerksmeisterkurse als berufliche
Fortbildungsangebote weiterhin modular angeboten. So belegen
beispielsweise im "Fachkaufmannsmodul" und
"Ausbildereignungsmodul" Meisterschüler verschiedener
Handwerksgewerke diese Kurse. Desweiteren wird den parallel berufstätigen
Meisterschülern angeraten, aus Belastungsgründen diese Module
phasenverschoben, also zeitlich nachein- ander zu belegen und diese
isoliert zum Abschluss zu bringen. Deren Einzelkursnoten werden zu einer
Gesamtnote verrechnet.
Das Lernfeldkonzept mit entsprechend entwickelten Lernsituationen lässt
sich in einem solchen Fortbildungs- angebot nur schwerlich umsetzen, obwohl auch die (Meister-)Ausbildungs- und Prüfungsordnung auf
das ganzheitliche Auftragstypenkonzept abstellen sollte.
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2.
Organisatorische Umsetzung
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Ein weiterer Problembereich ist
immer wiederkehrend, egal, ob es sich um die frühere
"Projektarbeit" oder um den sog. "Auftragstyp" oder
jetzt im Rahmen des Lernfeldkonzeptes um "Lernsituationen"
handelt: Die schulorganisatorische Praxis erlaubt es vielfach trotz vielen
Bemühens gar nicht,
Lernsituationen fachinte- grierend und ganzheitlich unterrichtlich
durchzuführen.
Lehrerkollegen sind zu unterschiedlichsten Zeiten (u.a. auch abends), in
unterschiedlichen fachlichen Abtei- lungen, Schulformen und Räumen die
Schulwoche über eingesetzt, dazu hineingezwängt in den 45-minutigen
Unterrichtsrahmen. Kollegiale Teamarbeit - von den Schülern allerdings
verlangt - stößt vielfach an bekannte schulorganisatorische Grenzen.
Des weiteren gibt es einfach auch Belastungsgrenzen, wenn Bildungsgang- und
Schulkonferenzen nach dem Unterricht stattfinden müssen, wobei der
eine Kollege einen Achtunterrichtsstundentag, der andere nur zwei
Stunden Unterricht an dem Tag hinter sich hat und die Konferenz noch
durch den Zeitdruck fremdbestimmt wird, dass gelegentlich ein Kollege (einfach
auch gedanklich) aus der
Konferenz aussteigen muss, weil ja - um 18 Uhr - der Abendunterricht
beginnt.
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Hier kann
ich ergänzend auf meine schon früher getätigten Nachbetrachtungen
unter Button
zum Satelliten-Projekt
verweisen. |

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Mit kollegialen und freundlichen Grüßen
Ihr/Euer
Herr Wetzel
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| (1)
RdErl. d. Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 30.9.2005, zu
BASS 15 - 33 |
| (2) Heft 4296
bleibt als "Rahmenvorgabe zur Erprobung" in Kraft gesetzt; s.
ebenda |
| (3)
PAL-Prüfungsbuch, Testaufgaben für die Berufsausbildung, Hrsg.: IHK
Region Stuttgart, Verlag Christiani, Konstanz, 1. Auflage 2005, Seite 2 |
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